Online-Liebe auf den ersten Blick

Ist es wahr: Kann man sich im Internet wirklich verlieben?

Wie sieht es aus mit der Liebe in Zeit des World Wide Web? Vorurteile halten sich hartnäckig. „Das habe ich doch gar nicht nötig.“ „Bestimmt ist der Typ dann gar nicht so toll.“ „Werde ich am Ende nicht furchtbar enttäuscht sein, wenn ich ihn/sie wirklich treffe?“ Alles Bedenken und Fragen, die längst überholt sind, denn Online-Partnersuche ist nicht nur in, sondern durch die wissenschaftlich fundierten Persönlichkeitstests der großen Anbieter wie PARSHIP, ElitePartner & Co. obendrein auch überflüssig. Neueste Studien haben ergeben, dass die Partnersuche im Internet nicht nur sehr erfolgversprechend ist, sondern die dort geschlossenen Partnerschaften auch glücklicher und dauerhafter sind als diejenigen, die in der Realität eingegangen werden. Wie ist das möglich?

Kann man sich im Internet wirklich verlieben?

Brauchen gute Beziehungen nicht Zeit, um sich zu entwickeln?

Das ist richtig und gilt sowohl für die Realität als auch für Beziehungen, die im Internet entstehen. Wer glaubt, auf einer der großen Online-Partnerbörsen einen Partner auf die Schnelle zu finden, täuscht sich leider gründlich. Ein Flirt im Internet wird auch nicht schneller zu einer echten Beziehung als der im echten Leben. Anders als dort hat aber der Internet-Nutzer eine größere Auswahl zwischen unzähligen Single- und Partnerbörsen sowie Millionen von Nutzern. Und die Nutzungsfrequenz ist relativ hoch – das heißt, unzählige Nutzer sind täglich dort aktiv. Und damit wird das Verlieben im Internet zu einer echten Alternative. Zwar findet sich der gemeinsame Bekanntenkreis immer noch auf Platz eins der Anlaufstellen, wenn man einen Partner sucht, doch das Internet holt nicht zuletzt dank der ausgefeilten Angebote der Online-Partnerbörsen mit Riesenschritten auf. Unglaubliche 16 % aller neuen Partnerschaften sind schon im Internet entstanden – Tendenz steigend.

Wenn ich mich dort wirklich verliebe – wie stabil ist dann diese Beziehung?

Es ist kaum zu glauben, aber längst wissenschaftlich belegt, dass Beziehungen, die online begonnen haben, länger halten als traditionell geschlossene. Welche Gründe hat das wohl und warum hat dabei die Internet-Liebe die Nase weit vorne? Ganz klare Antwort: Es liegt an der Kommunikation der Partner untereinander. Für Menschen, die sich online kennenlernen, steht ganz klar der kommunikative Austausch im Mittelpunkt – man lernt sich erst einmal über diese gemeinsame Kommunikation kennen und danach kommen die optischen Reize. Ein weiterer Vorteil ist die größere Auswahl bei der Partnersuche und die anfängliche Anonymität, die gerade schüchternen Menschen die Kontaktaufnahme enorm erleichtert. Zwar bieten die großen Online-Plattformen wie PARSHIP, ElitePartner und eDarling ausgeklügelte Matching-Funktionen an, das eigene Gefühl aber, das sich während des Austausches von Nachrichten entwickelt, können sie nicht ersetzen. Um sich zu verlieben, zählt aber immer noch das eigene Gefühl und das entwickelt sich in erster Linie beim intensiven Austausch von Nachrichten, also durch die Kommunikation.

Online verlieben – Ist es wirklich so einfach?

Online verlieben – Ist es wirklich so einfach?

Da sieht man ein Foto von jemandem, liest die Angaben im Profil und schon ist man verliebt. Liebe auf den ersten Blick online? Dass so etwas in der Realität passiert, wissen wir alle und vermutlich ist es den meisten von uns auch schon einmal genau so geschehen. Aber online? Zugegeben: Das Profil liest sich toll, man liest weiter und alles, was dort steht, findet man einfach super. Und das Profilbild zeigt auch noch genau den Menschen, den man sucht. Ab welchem Punkt ist es dann schon Verliebtheit? Reicht es aus, lediglich die Eckdaten von jemandem zu kennen, um sich schon in ihn zu verlieben? Hat es das wirklich schon gegeben, dass zwei, die sich online kennengelernt haben, schon vor dem ersten Treffen wissen, dass sie zusammen gehören? Das kann man zwar nicht ganz von der Hand weisen, aber die in den Singlebörsen geschlossenen Verbindungen halten einfach deshalb so lange, weil ihnen eine so lange Kommunikation vorangegangen ist. Wir würden das Internet als großartigen Wegbereiter auf den Weg in eine dauerhafte und glückliche Partnerschaft beschreiben.

Unser Tipp: Nicht zu lange mit dem ersten Treffen warten!

Die ersten Nachrichten sind vielversprechend und das Foto ist es auch. Immer ist es sinnvoll, mit dem ersten Treffen nicht zu lange zu warten, wenn man sich sympathisch ist und sich eine Partnerschaft vorstellen kann. Denn je länger man schreibt und kommuniziert, ohne den anderen je wirklich getroffen zu haben, desto schwieriger wird es am Ende, weil man Gefahr läuft, den anderen zu mystifizieren und auf eine goldene Säule zu heben. Wie soll der andere diesem Ideal dann am Ende noch entsprechen? Und damit sind Enttäuschungen vorprogrammiert. Unser Rat ist also: Nicht zu lange warten, damit man am Ende nicht doch enttäuscht ist und Zeit verloren hat.

Online verlieben – Was spricht dafür, was dagegen?

Selbstverständlich kann man online unglaublich viele Nachrichten, Informationen und auch Gefühle austauschen. Man wird viel über sich und sein Leben dabei verraten und der andere wird auch tatsächlich am Leben teilhaben können. Schon lange vor dem ersten Treffen glaubt man den anderen also zu kennen. Weiß man dann nicht, mit wem man es zu tun hat?

Pro:

  • So viele Stunden sind mit mailen und chatten vergangen, dass es kaum ein Thema gibt, das nicht angesprochen worden ist. Man kennt sein Gegenüber also tatsächlich sehr genau.
  • Viele Stunden an Gesprächen sind vergangen, in denen man sich alles erzählt hat.
  • Alle Lieblingsdinge des Alltags sind bekannt, die Wellenlänge ist absolut gleich.
  • Jedes einzelne Detail des Aussehens ist durch die Fotos, die ausgetauscht wurden, bekannt – jedes Lachfältchen, die Augenfarbe, die Mimik...
  • Die Lebensziele und Vorstellungen sind gleich, alles was jetzt nur noch fehlt, ist ein Kuss in der Realität.
  • Die wissenschaftlichen Untersuchungen geben der Theorie Recht, weil Partnerschaften, die online entstanden sind, einfach dauerhafter und stabiler sind.


Contra:

  • Letztendlich zählt doch der reale Blick in die Augen, die Ausstrahlung, die Stimme und sogar der Geruch des anderen – kann man sich wirklich „riechen“?
  • Es ist doch das Gesamtbild, was zählt: Die Körperhaltung, die Gesten, die Mimik...
  • Vieles kann bei der Übermittlung von Nachrichten, Bildern und Videos ausgeblendet werden – es ist immer nur ein Teil der echten Persönlichkeit

Wie lautet nun das Fazit zum Verlieben im Internet?

Fakt ist und viele wissenschaftliche Untersuchungen geben dabei Recht: Das Verlieben im Internet ist möglich und diese Beziehungen sind letztlich stabiler und dauern signifikant länger als diejenigen, die im realen Leben geschlossen werden. Ein Grund dafür mag die längere Dauer der Kommunikation sein, bevor man sich wirklich gegenüber steht oder aber auch die ausgeklügelten Persönlichkeitsanalysen. Lange bevor man den anderen in der Realität trifft, weiß man schon, ob dieser Mensch überhaupt zu einem passt und das Lebensgefüge vervollständigt. Ob man dann schon in den anderen verliebt ist? Wer weiß? Fakt ist aber, dass das Internet der Wegbereiter für viele erfolgreiche Liebensbeziehungen ist. Warum also soll man seinen Lebenspartner nicht im Internet suchen? Der Trend und die Erfolgsgeschichten sprechen eine eindeutige Sprache.

Bildquellennachweise:
118521919 | © ponomarencko - Fotolia.com